Die Fakten in den nachfolgenden Abschnitten und Seiten wurden in mühevoller Kleinarbeit auf der Basis persönlicher Gespräche mit ehemaligen Sportlehrern der Hochschule, den Broschüren zur Geschichte der Pädagogischen Hochschule „Karl-Friedrich-Wilhelm-Wander“ sowie Unterlagen aus der Arbeit der Sektionen zusammen getragen. Besonderer Dank Gilt Herrn Herbert Sobania sowie den Herren Bernd Dehmel, Karl Richter und Volker Grochau.

Für Korrekturen und Ergänzungen bin ich dankbar.

Petra Schmidt


Zur Geschichte

 

Die Geschichte des Vereins ist untrennbar mit der Geschichte der Pädagogischen Hochschule (PH) verbunden.

 

1.9.1952

Am neu erbauten Institut für Lehrbildung Dresden-Neustadt (IfL) beginnt die Ausbildung von Unterstufenlehrern. Der Direktor des Instituts wird nach wenigen Monaten beauftragt, die Einrichtung eines Pädagogischen Instituts vorzubereiten.

 

1.9.1953

242 Studenten beginnen mit 18 Lehrkräften – fast ausschließlich Neulehrern – ein zweijähriges Studium als Fachlehrer für Geschichte und Geographie mit obligatorischem Sportunterricht.

 

11.9.1953

Feierliche Eröffnung des Pädagogischen Instituts (PI)

 

Im März 1954

erfolgt die offizielle Gründung der „Sportgemeinschaft Wissenschaft des Pädagogischen Instituts Dresden“ mit ihrem ersten Vorsitzenden Herrn Peter Sychalla aus Bautzen „geboren 1928, damals Student, inzwischen verstorben). Die Sportgemeinschaft besteht aus den Sektionen Fußball und Leichtathletik sowie den Gruppen Tischtennis und Turnen, später folgte Volleyball. Ihren ersten Auftritt haben die Sportler der SG

 

Im Mai 1954

bei einem Massensprotfest: Am Vormittag findet ein Leichtathletik-Dreikampf für alle PI- und IfL-Studenten der Einrichtungen IfL Dresden Neustadt, IfL Radebeul und den Pädagogischen Instituten Erfurt, Mühlhausen und Dresden statt. Am Nachmittag folgen Vergleichwettkämpfe.

 

12.6.1954

Das Institut erhält den Namen „Karl Friedrich Wilhelm Wander“ (Wander prägte den Begriff des Volkslehrers und lebte ihn vor).

 

11.5.1955

Das PI ist Gastgeber des ersten zentralen Sportfestes der Pädagogischen Institute im Heinz-Steyer-Stadion. Teilnehmer sind die PI Erfurt, Halle, Mühlhausen, Leipzig und Dresden. Diese zentralen Sportfeste werden in den kommenden sieben Jahren zur Tradition und tragen erheblich zur Attraktivität des Studentensports bei. Das PI Dresden belegt jedes Mal den zweiten Platz.

Die zentralen Sportfeste im Überblick:

1955 u. 1956 in Dresden, 1957 in Leipzig, 1958 in Chemnitz, 1059 in Halle, 1960 in Güstrow und 1061 in Potsdam.

Teilnehmer sind alle pädagogischen Einrichtungen auch die Universitäten einschließlich der DHfK mit 2500 Wettkämpfern, darunter die Kandidaten für die Olympischen SPiele in Rom. Finanziell und organisatorisch sind diese Sportfeste nicht mehr zu bewältigen; deshalb werden später die DDR-Studentenmeisterschaften in den einzelnen Sportarten eingeführt.

 

1955

Übergang zur dreijährigen Ausbildung. Der hohe Bedarf an Fachlehrern führt zur beträchtlichen Erweiterung des Pädagogischen Institutes, die Abteilung Körpererziehung wir dgebildet: Abteilungsleiter ist Herrn Herbert Sobania, Mitarbeiter sind Frau Hildegard Gersdrof, Frau Gerda Kochta, Herr Clemens Kaiser und Frau Siglinde Tschiedel.

200 Studenten nehmen fünf Semester lang am Sportunterricht teil. Die Frauen und Männer der ersten und zweiten Studienjahre betätigen sich bei Leichathletik, Gerätturnen, Gymnastik und Schimmen bzw. Leichathletik, Gerätturnen und Schwimmen.

 

1956

Das Baugeschehen rings um das Stammgebäude an der Wigardstraße beginnt.

Die Sportgemeinschaft besteht aus den Sektionen Fußball, Handball, V olleyball, Tischtennis, Turnen und Leichtathletik. Aus der Gruppe Touristik unter Sportfreund Heinz Triebe, bestehend aus Studenten, ehemealigen Studenten und deren Familien, die die ehemaligen Jugendherberge Hermsdorf ausbauen und betreiben, geht später die Ski- und Klettersektion (SKS) hervor.

 

1957

Die Studenten können die Lehrbefähigung für das Fach Sport in der 5. und 6. Klasse erhalten. Dazu nehmen sie neben ihrer sportpraktischen Ausbildung an Vorlesungen und Seminaren teil. Die erforderlichen Lehrproben werden im Stadtgebiet gehalten.

Im gleichen Jahr erfolgt auch der Übergang zur vierjährigen Lehrerausbildung.

DIe Arbeit der Sportgemeinschaft richtet sich auf die Verwirklichung der Losung „Jedermann an jedem Ort jede Woche einmal Sport“.

Der Sportunterricht findet in Wahlsportgruppen statt: Zur Auswahl stehen: Hand,- Fuß,- Volley- und Basketball, Badminton, Gerätturnen, Gymnastik, Leichathletik und Tischtennis.

Die Studenten erhalten Übungsleiter-Scheine in den von ihnen gewählten Sportarten. Studenten, die aus gesundheitlichen Gründen nicht am obligatorischen Sportunterricht teilnehmen können, betätigen sich an der Kampfrichterausbildung und nutzen die Möglichkeit der Teilnahme am orthopädischen Schwimmen.

in den 60er Jahren wird die „Sportgemeinschaft Wissenschaft“ in Sportgemeinschaft „Einheit“ umbenannt.

 

1962

Bildung der Sektion Basketball

 

1.1.1965

Einweihung des Lehrgebäudes I

 

1.9.1965

Einweihung des Lehrgebäudes II

 

1.1.1967

Einweihung des neuen Höhrsaalgebäudes

 

1.9.1967

Das Pädagogische Institut erhält den Status einer Pädagogischen Hochschule, die Sportgemeinschaft heißt nun „Hochschulsportgemeinschaft Pädagogische Hochschule Dresden (HSG PHD).

 

1967

Baubeginn der neuen Sporthalle:

Am Bau der 24 x 42 m großen SPorthalle beteiligen sich viele Lehrkräfte und Studenten. Die Halle mit ihren drei Feldern a 24 x 14 m ist der erste und moderste Hallenneubau in der DDR. Sie entsteht nach den Gedanken der Sportlehrer und dient als Vorbild für weitere Sportbauten. Ausgestattet mit einem hervorragenden Parkettbelag, um den uns heute noch viele beneiden würden, wird die Halle

 

im Oktober 1968

mit roten Kokosläufer im Turnschuhgang feierlich eröffnet. Zur beeindruckenden Halleneröffnung mit würdevoller Musik finden erste sportliche Übungen mit Studenten und Lehrkräften statt.

Durch den Sporthallenneubau erhalten die Spielsportarten enormen Zulauf, die Studentenligen der PH in den Sportarten Volleyball, Basketball, Fußball, Handball und Gymnastik sowie die Hochschulliga der Lehrkräfte im Volleyball werden ins Leben gerufen.

Der HSG-Sport im Territorium: Die Hochschuleinrichtungen der Stadt Dresden führen in den verschiedensten Sportarten Vergleichwettkämpfe durch. Neben der PH sind folgende Einrichtungen an den Studentenligen der Stadt beteiligt: Technische Universität, Hochschule für Verkehrswesen, Ingenieurhochschule, Ingenieurhochschule für Verkehrstechnik („Schaffnerschule“), Institut für Holztechnologie, Musikhochschule, Hochschule für Bildende Kunst, Medizinische Akademie und Medizinische Fachschule sowie die Ingenieurhochschule für Geodäsie und Kartographie.

 

1970

Erstes Wintersportlager für Studenten der Fachrichtung Freunschaftspionierleiter.

 

21. bis 25.5.1973

Woche des Sports im Zeichen der Vorbereitung auf die X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten: 700 Studenten beteiligen sich an der Festivalstafette, 800 Studenten laufen die „Festivalmeile“.

Der Breitensport nimmt seinen Aufschwung: In allen Sportarten finden Hochschulmeisterschaften und -ligen statt, immer mehr Mitarbeiter nutzen die Möglichkeit zur sportlichen Betätigung. Hochschulsportmeisterschaften werden zu Höhepunkten.

 

Studienjahr 1976/77

Teilnehmerzahlen der einzelnen Sportarten der Studentenliga der PH:

Basketball 38 Mannschaften

Handball 38 Mannschaften

Volleyball 73 Mannschaften

Fußball 12 Mannschaften

Gymnastik 8 Mannschaften

Hallenleichtathletik 217 Teilnehmer

Tischtennis 46 Teilnehmer

Badminton 53 Teilnehmer

Stärkster Student / Sportlichstes Mädchen

340 Teilnehmer

Crosslauf 168 Teilnehmer

 

1977

Mit 194 legt die bisher größte Anzahl von Studenten die Übungsleiterlizenz III ab.

Übungsleiter der HSG betreuen die Kinder der 109. Polytechnischen Oberschule in den Sportarten Handball, Judo und Badminton.

Der Studentensport der PH und die HSG-Arbeit sind untrennbar miteinander verbunden. Im Sportunterricht der PH erhalten die Studenten den Impuls und das Bedürfnis nach zusätzlicher sportlicher Betätigung und finden den Weg in die HSG.

HSG-Mitglieder nehmen in den verschiedensten Sportarten an Meisterschaften und Pokalen im Bezirks. und DDR-Maßstab mit guten Erfolgen teil: Unter anderem 1977 Sieger im Internationalen Turnier Stärkster Student / Sportlichstes Mädchen Männer und Frauen, im gleichen Jahr werden die Volleyballdamen Bezirksmeister und Bezirkspokalsieger, 1978 Siefer des B-Pokals im Basketball.

 

1979

Die HSG wird mit dem Titel „Vorbildliche Sportgemeinschaft der DDR“ ausgezeichnet.

Die PH is mehrfach Ausrichter von DDR-Studentenmeisterschaften:

1970 Hallenhandball, 1980 Gerätturnen, 1989 Rhytmische Sportgymnastik

HSG-Mitglieder und Sportlehrer sorgen durch ihren enormen Einsatz für perfekte Organisation und lassen due Veranstaltungen zu unvergessenen Höhepunkten werden.

 

1981

Einführung der fünfjährigen Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule Dresden.

 

Mitte bis Ende der 80er Jahre

Planung der baulichen Erweiterung der PH, unter anderem auch die Überbauung der Sporthalle mit einem zweiten Geschoss.

 

19.6.1990

Gründung der „Hochschulsportgemeinschaft Pädagogische Hochschule Dresden e.V.“.

 

1992

Eingliederung der Pädagogischen Hochschule in die Strukturen der Technischen Universität Dresden.

Umbenennung der „HSG PHD e.V.“ in „Dresdner Sportverein 1953 e.V.“ (DSV 1953), das bedeutet die Fortführung eines eigenständigen Sportvereins unabhänig von den sportlichen Strukturen der TU und die damit verbundene Zahlung von Hallenmiete.

Waren bisher die HSG-Mitgleider überweidend Studenten und Mitarbeiter der PH, öffnet sich der neue Verein vielen Breitensportlern der Stadt Dresden und deren Umgebung.

Neben der finanziellen Belastung steht der Verein vor einem großen Problem: Die Sporthalle der ehemaligen PH und Trainingsstätte des Vereins soll im Zuge der Baumaßnahmen der Ministerien der Sächsischen Landesregierung abgerissen werden. Der Verein kämpft entschieden aber vergeblich dagegen an.

Ursprünglich ist die neue errichtete Sporthalle Bodenbacher Straße als Ersatz gedacht – die Landesregierung stellt dafür 4 Millionen D-Mark zur Verfügung, jedoch trainiert bis heute keine unserer Sportgruppen in dieser Halle!

 

1996

Abriss der Sporthalle an der Wigardstraße.

Damit fehlen neben der Trainigsstätte auch eine zentrale Anlaufstelle für die Vereinsmitglieder. Zischenzeitlich mietet der Vorstand ein Vereinszimmer im Funktionsgebäude der SG Dynamo Dresden, das weder vom Vorstand noch von den Mitgliedern genutzt wird.

 

im Sommer 2001

wird dieses Vereinszimmer aufgegeben.

Von den Abteilungen und Sportgruppen des Vereins werden über das gesamte Stadtgebiet Dresdens verstreut liegende Sportstätten genutzt.

 

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